„Werde zum Helden…rette Lebensmittel!“

„Nachhaltig gut“ lautet das Motto der Pfarrfeste in der Pfarreiengemeinschaft Wallenhorst. Und nachhaltig gut war auch der Themenabend, der im Rahmen der Pfarrfestwoche von St. Josef Hollage am 02.09. im Philipp Neri Haus stattfand. Referent Peter Klösener stellte besonders das Projekt „Mittel zum Leben – Bildungsstätten für einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln“ vor, an dem 10 Bildungsstätten in Deutschland, unter anderem die Katholische LandvolkHochschule Oesede, beteiligt sind.

 Das ganze startete mit einem Quiz, welches deutlich machte, dass in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen genießbare Lebensmittel im Müll landen. Pro Kopf sind das in Privathaushalten 82 kg, mit einem Wert von ca. 235 €, die man sicher auch besser nutzen könnte. Allem voran landet Gemüse (zu) schnell in der Tonne, gefolgt von Backwaren und Milchprodukten. Doch die Verluste beginnen nicht erst im eigenen Haushalt, schon auf dem Weg dorthin werden viele Lebensmittel aussortiert. Zu kleine Kartoffeln zum Beispiel werden bereits auf dem Feld ausgesiebt und Gurken sind genormt, um sie besser verpacken zu können. In Zeiten von All-you-can-eat-Buffets ist man es ja auch gewohnt, dass immer alles und reichlich vorhanden ist und neigt doch eher dazu sich zu beschweren, wenn eine halbe Stunde vor Ende nichts mehr nachgelegt wird. Überschüssiges landet auf dem Müll. Bei einer schwammigen Gesetzeslage ist die Angst der Betriebe, mit der Ware könne etwas nicht mehr stimmen, größer als der gesunde Menschenverstand. Klösener macht auf Projekte wie Foodsharing aufmerksam, die zum Beispiel in Lingen erfolgreich laufen. 

Das Projekt „Mittel zum Leben“ soll vor allem sensibilisieren, die Verbraucher auf das Thema aufmerksam machen. Denn das Wegwerfen von Lebensmitteln wird auch zu einer erheblichen Umwelt- und Klimabelastung und nicht zuletzt zu einer sozialen, wenn man bedenkt, dass trotz allen Überflusses eine Milliarde Menschen unterernährt sind. Auch wenn es in den letzten Jahren viele Informationen über Lebensmittelverschwendung in den Medien gab, hat sich im Wesentlichen doch nichts geändert. Um das Thema im Gedächtnis zu behalten empfiehlt Klösener den Film Taste the Waste von Valentin Thurn, der bereits vor einigen Jahren für Aufregung sorgte. Weitere Informationen und Tipps erhalten Sie auch über www.mittel-zum-leben.info.
E.B.